Die Finanzbuchhaltung ist der Prozess der Erfassung, Zusammenfassung und Berichterstattung der unzähligen Transaktionen, die sich aus der Geschäftstätigkeit über einen bestimmten Zeitraum ergeben. Diese Transaktionen werden bei der Erstellung von Jahresabschlüssen einschließlich Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Kapitalflussrechnung zusammengefasst, welche die operative Leistung des Unternehmens über einen bestimmten Zeitraum erfassen.

Die Finanzbuchhaltung verwendet eine Reihe von etablierten Rechnungslegungsgrundsätzen. Die Auswahl der im Rahmen der Finanzbuchhaltung anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätze richtet sich nach den aufsichtsrechtlichen Anforderungen und Berichtspflichten des Unternehmens. Für US-amerikanische Aktiengesellschaften sind Unternehmen verpflichtet, die Finanzbuchhaltung nach den Generally Accepted Accounting Principles (GAAP) durchzuführen. Auch internationale Aktiengesellschaften berichten häufig nach den International Financial Reporting Standards. Die Einführung dieser Rechnungslegungsgrundsätze soll Investoren, Gläubigern, Aufsichtsbehörden und Steuerbehörden einheitliche Informationen liefern.

Abgrenzungsmethode vs. Kassenbuchhaltung

Die Finanzbuchhaltung kann entweder nach der Abgrenzungsmethode, der Kassenbuchhaltung oder einer Kombination aus beidem erfolgen. Bei der Abgrenzung werden Transaktionen erfasst, wenn die Transaktionen stattgefunden haben und der Ertrag realisierbar ist. Bei der Kassenbuchhaltung werden Transaktionen nur beim Tausch von Bargeld erfasst. Erträge werden erst bei Zahlungseingang und Aufwendungen erst bei Zahlung der Verpflichtung erfasst.

Finanzbuchhaltung Reporting

Die Finanzberichterstattung erfolgt durch die Erstellung von Abschlüssen. Der Abschluss stellt die fünf Hauptgliederungen der Finanzdaten dar: Erträge, Aufwendungen, Aktiva, Passiva und Eigenkapital. Erträge und Aufwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und ausgewiesen. Die Finanzbuchhaltung führt zur Ermittlung des Jahresüberschusses am Ende der Gewinn- und Verlustrechnung. Aktiva, Passiva und Eigenkapital werden in der Bilanz ausgewiesen. Die Bilanz verwendet die Finanzbuchhaltung, um den zukünftigen wirtschaftlichen Wert des Unternehmens darzustellen.

Finanzbuchhaltung Vs. betriebswirtschaftliches Rechnungswesen

Der Hauptunterschied zwischen Finanzbuchhaltung und betriebswirtschaftlichem Rechnungswesen besteht darin, dass die Finanzbuchhaltung darauf abzielt, Informationen an Parteien außerhalb der Organisation zu liefern, während die Informationen des betriebswirtschaftliches Rechnungswesen darauf abzielen, den Führungskräften innerhalb der Organisation dabei zu helfen, Entscheidungen zu treffen. Da es zahlreiche Rechnungslegungsvorschriften gibt, die sich nicht gut in die Betriebsführung umsetzen lassen, werden vom internen Management unterschiedliche Rechnungslegungsvorschriften und -verfahren für die interne Geschäftsanalyse verwendet.